Bedeutung der Anästhesie

Die meisten Operationen in unserem Haus sind nur in Narkose durchführbar. In einem persönlichen Gespräch mit dem Anästhesisten erörtern wir vor der OP Ihr persönliches Risikoprofil und legen gemeinsam das darauf am besten zugeschnittene Anästhesie-Verfahren fest. Während der OP-Vorbereitung, der Operation und im Aufwachraum nach der OP betreut Sie unser erfahrenes Anästhesieteam. Wir haben den Anspruch, Sie sicher und zu Ihrer Zufriedenheit zu begleiten. In diesem Sinne kümmern wir uns z.B. um eine optimale Schmerztherapie.

Ihre Expert*innen vor Ort

Chefarzt
Dr. med. Gerhard Menger
Chefarzt
Dr. med. Wolfgang Otremba
Oberarzt
Dr. med. Stefan Schlereth
Oberärztin
Kristina Oenning

Arbeitsschwerpunkte der Anästhesie

Die tägliche Arbeit der Fachärzt*innen für Anästhesie lässt sich in vier Arbeitsbereiche unterteilen. Zum einen sind hier die für den operativen Erfolg zentralen Bereiche der Allgemein- und Regionalanästhesie. Die Wahl der richtigen Narkoseform in Abstimmung mit der Patient*in und mit der Operateur*in ist hierbei von größter Bedeutung. Daneben kümmert sich das Team um die Notfallversorgung in der Klinik und zudem um die postoperative Schmerztherapie auf der Station.

Allgemeinanästhesie Fachklinikum Mainschleife

Allgemeinanästhesie

Die Allgemeinanästhesie ist mit einem sehr tiefen Schlaf vergleichbar. Mit verschiedenen Medikamenten, die wir über eine Vene oder über Ihre Atemluft zuführen, werden Ihr Bewusstsein und Ihr Schmerzempfinden ausgeschaltet; manchmal ist eine zusätzliche Entspannung der Muskulatur notwendig. Ihre Atmung, sowie die Herz- und Kreislauf-Funktionen werden lückenlos durch moderne Instrumente überwacht. Da Sie während einer Allgemeinanästhesie nicht selbstständig atmen, sichern wir Ihren Atemweg mittels Beatmungsschlauch, über den Sie beatmet werden. Dieser wird entfernt, bevor Sie nach Operationsende wieder aufwachen.

Regionalanästhesie ("Teilbetäubung")

Durch Betäubung einzelner Nerven kann z.B. eine Operation an Armen oder Beinen am wachen Patienten durchgeführt werden. Aber auch in Kombination mit einer Allgemeinanästhesie ist die Regionalanästhesie von großem Nutzen: der Narkosemittelbedarf verringert sich, das Risiko für Schmerzen und Übelkeit nach der Operation sind deutlich reduziert. Operationen, bei denen wir diese Kombination beider Anästhesieverfahren nutzen sind z.B. Gelenkspiegelungen an der Schulter oder Gelenkersatzoperationen an Hüfte und Knie, sowie zahlreiche Operationen am Fuß. Durch die Anlage der Regionalanästhesie mit hochauflösendem Ultraschall können wir die Wirkung der Blockade sicher steuern und gleichzeitig das Risiko von Nebenwirkungen reduzieren.

Notfallmedizin

Wir Anästhesisten sind in der Versorgung von Notfallpatienten gut geschult. Wer täglich lebenswichtige Funktionen überwacht und aufrechterhält, kann auch bei Zwischenfällen mit großer Routine handeln. Bei Bedarf ist auch eine überbrückende Intensivtherapie möglich; die dann notwendige Verlegung in eine weiterbehandelnde Klinik liegt ebenfalls in unserer Verantwortung. Diese Kompetenz setzen wir nicht nur für die Patient*innen innerhalb unserer Klinik ein, sondern auch im Rahmen von Notarzt-Diensten für die Menschen in Volkach und Umgebung.

Notfallmedizin im Fachklinikum Mainschleife

Schmerztherapie

Für die Zeit nach der Operation erstellen wir Anästhesisten gemeinsam mit Ihrem Operateur einen individuellen Plan zur Behandlung der Schmerzen. Die entsprechenden Medikamente erhalten Sie in Form von Tabletten, als Infusion über eine Vene oder im Falle eines liegenden Schmerzkatheters (Regionalanästhesie) über einen dünnen Schlauch, der Medikamente direkt an einen Nerv bringt. Somit erreichen wir eine ausgezeichnete Schmerzreduktion mit nur wenigen Nebenwirkungen.

Wichtige Informationen Anästhesie Fachklinikum Mainschleife

Wichtige Informationen für Patienten

Hier nennen wir Ihnen einige wichtige Details, damit Operation sowie der Aufenthalt in unserem Haus reibungslos und sicher verlaufen.

Informationen zum Anästhesie-Gespräch

Einige Tage vor der Operation findet ein persönliches Gespräch zwischen Ihnen und der Anästhesistin oder dem Anästhesisten statt. Im Hinblick auf den geplanten Eingriff und eventuelle Vorerkrankungen wird ein ideales Anästhesie-Verfahren für Sie ausgewählt und besprochen, und Sie werden über Details zu Nüchternheit und der Einnahme ihrer Hausmedikation informiert. Nicht zuletzt klären wir in dem Gespräch Fragen, die Sie sicher vor einer Operation haben. Schließlich können Sie beruhigt in die Durchführung der Narkose einwilligen. Bei Kindern bis zur Volljährigkeit müssen die Eltern und bei Personen, die nicht selbst einwilligen können, die gesetzliche Betreuer*in zum Gesprächstermin anwesend sein. 

Bitte lesen Sie zu Hause den Anästhesie-Aufklärungsbogen (mit gelbem Rand), aufmerksam durch und beantworten Sie den angehängten Fragebogen. Schreiben Sie sich auftretende Fragen auf. So können Sie diese direkt ansprechen.

Bitte bringen Sie folgende Unterlagen zum Gespräch mit.  

  • Liste aller Medikamente, die Sie regelmäßig einnehmen
  • Allergie-Pass
  • Befunde und Briefe zu Vorerkrankungen
  • Notfallausweise, die sie bei sich tragen (z.B.  Anästhesie-Ausweis, Diabetiker-Pass,  Herz-Pass, Schrittmacher-Ausweis, Marcumar-Ausweis oder Blutgruppen-Ausweis)

Fehlende Informationen stellt Ihnen Ihre Hasuärzt*in sicher gerne zur Verfügung, meist genügt ein Anruf.

Bei ambulanten Eingriffen führt der Hausarzt die Voruntersuchungen durch. Nur dann ist ein persönlicher Termin dort notwendig. Darauf werden wir Sie gesondert hinweisen.

Informationen zu ambulanten Operationen

Sie melden sich bitte zu der von uns genannten Uhrzeit an der Rezeption der Klinik. Für die Vorbereitungen bis zur Operation haben wir genügend Zeit eingerechnet, so dass Sie nicht früher hier sein müssen. Denken Sie bitte daran, benötigte Hilfsmittel (Brille, Hörgeräte oder Gehstützen) mitzubringen. Lassen Sie Wertgegenstände möglichst zu Hause. Da Sie nach dem Eingriff noch 2-3 Stunden bei uns bleiben, bringen Sie bitte eine kleine Mahlzeit, etwas zum Lesen und die Kontaktdaten Ihres Abholers mit.

Für den Eingriff müssen Sie nüchtern sein. Am Tag vor der Operation dürfen Sie bis 24 Uhr essen und rauchen. Am Morgen des OP-Tages dürfen Sie selbstverständlich Ihre Zähne putzen und bis eine Stunde vor Ankunft in der Klinik uneingeschränkt klare Flüssigkeit trinken. Sofern der Anästhesist nichts Anderes mit Ihnen besprochen hat, sollen Sie Ihre Dauermedikamente auch am Morgen vor dem Eingriff einnehmen. Auf dem Weg in die Klinik bitte nicht mehr trinken, keinen Kaugummi kauen und auch nicht mehr rauchen.

Sobald Sie nach der Operation wach und zufrieden sind, dürfen Sie essen und trinken, mit Unterstützung einer Pflegekraft aufstehen und sich anziehen. Schließlich müssen Sie von einer erwachsenen Person abgeholt werden. Sie dürfen am Tag der Operation nicht am Straßenverkehr teilnehmen, keine Maschinen bedienen und keine wichtigen Entscheidungen treffen. Sie sollten für die folgenden 24 Stunden nicht alleine sein. Bei Fragen oder Problemen nach der Operation können Sie sich jederzeit melden, unsere Klinik ist 24 Stunden ärztlich besetzt.

Am Tag nach Ihrer Operation kommen Sie für eine kurze Kontrolle in unser Facharzt-Zentrum nach Volkach oder Würzburg. Hier wird die weitere Behandlung besprochen.  

Informationen zu stationären Operationen

Sie melden sich bitte zu der von uns genannten Uhrzeit an der Rezeption der Klinik. Für die Vorbereitungen bis zur Operation haben wir genügend Zeit eingerechnet, so dass Sie nicht früher hier sein müssen. Denken Sie bitte daran, Ihre häuslichen Medikamente sowie benötigte Hilfsmittel wie Brille, Hörgeräte oder Gehstützen mitzubringen. Lassen Sie Wertgegenstände möglichst zu Hause.

Für den Eingriff müssen Sie nüchtern sein. Am Tag vor der Operation dürfen Sie bis 24 Uhr essen und rauchen. Am Morgen des OP-Tages dürfen Sie selbstverständlich Ihre Zähne putzen und bis eine Stunde vor Ankunft in der Klinik uneingeschränkt klare Flüssigkeit trinken. Sofern der Anästhesist nichts Anderes mit Ihnen besprochen hat, sollen Sie Ihre Dauermedikamente auch am Morgen vor dem Eingriff einnehmen. Auf dem Weg in die Klinik sollten Sie nichts mehr trinken, keinen Kaugummi kauen und auch nicht mehr rauchen.